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Was braucht man für das Baby

Aus gegebenem Anlass habe ich mir diese Gedanken gemacht. Die Kinder schliefen und mal wieder stand ich im Kinderzimmer und räumte das Spielzeug in seine zugehörigen Kisten. Dabei kamen mir so einige Dinge zwischen die Finger, bei denen ich wusste, dass selbst meine Kleinste nicht mehr damit spielt. Also beschloss ich auszumisten. Darunter nicht nur Spielzeug, sondern auch Klamotten, Schlafsäcke, Kuscheltiere und etliches anderes Gedöns. Dinge, die ich entweder selber gekauft oder geschenkt bekommen hatte. Dinge, die zu großen Teilen sowas von unnütz sind, einem vor dem ersten Kind jedoch als unentbehrlich angepriesen wurden. Was braucht man für das Baby wirklich?

Meine Lütte hat ihr erstes Lebensjahr nun auch hinter sich gebracht und ich fragte mich was ich in Gottes Namen tatsächlich davon wirklich gebraucht habe. Was waren die Dinge, ohne die ich im ersten Lebensjahr wirklich nicht konnte und die mir nützlich waren?

Natürlich ist das Ganze auch eine subjektive Geschichte. Bedürfnisse und Geschmäcker sind unterschiedlich, Kinder sind unterschiedlich und wir Eltern sind auch alle unterschiedlich. Was für ein Glück. Aber im Allgemeinen gibt es so ein paar Sachen, die ich jeder Mutter vor der Geburt ihres Kindes wirklich ans Herz legen würde. Oder jemanden, der einer werdenden Mama eventuell ein Geschenk machen möchte. Genauso wie es auch viele Dinge gibt, von denen ich heute absolut abraten würde. Man kann so viel Geld sparen. Im Nachhinein ist man ja immer schlauer. Mit jedem weiteren Kind wird man denke ich minimalistischer. Denn am Ende braucht unser Nachwuchs in den ersten Monaten relativ wenig, was man unbedingt zusätzlich kaufen müsste.

 

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Hier jedoch meine persönliche TOP 10 von Dingen, die ich im ersten Lebensjahr meines Babys als sehr hilfreich empfand und die ich definitiv bei beiden Kindern stets gebraucht habe.

 

 

10

Autoschale

Ja, sie ist quasi nicht mehr wegzudenken. Wenn ihr ein Auto besitzt, oder euch jemand nach der Geburt nach Hause fahren möchte, kommt ihr da einfach nicht drum herum. Gott bewahre ihr entbindet in einer Klinik und könnt bei der Entlassung dem Klinikpersonal nicht eine transportfähige Autoschale vorweisen. Die lassen euch nicht gehen. Nur wenige wohnen nur ein paar Schritte von zu Hause entfernt und können ihr Kind direkt nach Hause schieben oder mit einer Trage tragen.

9

 Pucksack

 Hoch lebe der Pucksack! Bei meinem ersten Kind wusste ich noch nicht mal was pucken bedeutet. Im Grunde genommen werden die Kinder dabei einfach ganz fest eingeschlagen, so dass die Arme eng am Körper anliegen. Oft beruhigen sich Neugeborene dadurch sehr schnell. Sie lieben die Begrenzung, es erinnert sie an den Mutterleib. Da meine Erste ein absolutes Schreibaby war, hat sie oft nur durch einen Pucksack in den Schlaf finden können. Pucksäcke sind wie Schlafsäcke, man kann die Arme dann schön einschlagen und mit Klettverschluss oder auch Reißverschluss schließen. Auch bei meiner Zweiten half er Wunder, da sie durch den angeborenen Moro-Reflex ständig die Arme im Schlaf hochriss und sich dabei jedes Mal selbst weckte. Ein Pucksack geht immer!

8

Mulltücher

Mulltücher, oh ja. Auch Spucktücher oder Mullwindeln genannt. Man kann einfach nicht genug davon haben. Wenn du ein Speihkind hast, welches nach jeder Mahlzeit mehrere Stunden immer wieder schwallweise Milch spuckt, dann brauchst du schon mal gut und gerne 10 Mulltücher am Tag. Sie machen sich auch wunderbar auf Wickelunterlagen, damit diese nicht so kalt sind. Auch im Kinderbettchen , im Familienbett oder im Kinderwagen lag in den ersten Monaten immer ein saugfähiges Mulltuch am Kopfbereich des Babys. Oft läuft aus den Mundwinkeln noch etwas Milch oder sie machen ein schönes Bäuerchen, was etwas flüssiger ausfällt 😉 Auch als Schutz über die Schulter gelegt nicht wegzudenken. Denn gerade, wenn du dich neu eingekleidet hast und deinen Spatz hochnimmst, spucken sie dir gerne mal über die Schulter, in den Ausschnitt usw. Sorry, Realität. Für die Mamas, die gerne tragen, empfehle ich ein Mulltuch gefaltet zwischen Köpfchen und Dekolleté zu legen. Oft schwitzt Baby dann nicht so stark und ‚klebt‘ auch bei höheren Temperaturen dann nicht so an dir fest. Mulltücher sind einfach nicht wegzudenken und es gibt sie in so vielen tollen Farben und Mustern. Oder auch ganz schlicht. Sie lassen sich später auch toll zu Halstüchern umnähen, oder dienen perfekt als Kopfbedeckung.

 

 7

Wickelbodies

Warum ich extra Wickelbodies empfehle? Schließlich habt ihr doch schon einen ganzen Schrank voll mit Bodies? Dachte ich mir. Vor meinem ersten Kind schaute ich mir Checklisten für die Babyerstausstattung an. Oft waren da sogar ganz genaue Stückzahlangaben, wieviele Langarm -oder Kurzarmbodies ich benötige. Jedoch hat mich nie jemand darüber aufgeklärt, dass gerade Neugeborene sehr empfindlich am Kopf sind und es überhaupt nicht toll finden, wenn man ihnen stinknormale Bodies über den Kopf zieht. Wickel -oder auch Flügelbodies werden an der Körperseite aufgeknöpft, so dass man Baby da bequem reinlegen kann und einfach darin einschlägt und zuknöpft. Erspart einem viel Geschrei und Krokodilstränen. So einfach kann es sein, wenn man es weiß…. -> Wickelbodies

6

Tragetuch / Tragesystem

Leider bin ich erst bei meiner zweiten Tochter zu einer Tragemama mutiert. Beide waren nie wirklich Kinderwagenkinder. Erst als sie groß genug waren für den Buggyaufsatz fanden sie es gut da drin zu sitzen. In der Wanne vom Kinderwagen haben sie nur selten in den Schlaf gefunden und wenn, dann wurden sie bei kleinsten Geräuschen wieder wach. Ich kann an einer Hand abzählen wie oft ich den Kinderwagen bei den Mädels zu Beginn genutzt habe. Ich bin ein Fan vom Tragetuch geworden. Dort konnte ich mir mein Baby passgenau auf meinen Körper binden und es fühlte sich einfach perfekt an. Binnen weniger Minuten fiel sie in den Schlaf. Ich konnte dabei einkaufen gehen, den Haushalt machen, am PC Bilder bearbeiten, in die Stadt gehen oder einfach spazieren gehen. Dort schlief sie die meiste Zeit des Tages. Klar hätte ich die Motte auch gerne einfach mal in ihr Bettchen gelegt, um etwas ohne Gewicht vor dem Körper zu erledigen. Ablegen war aber nie eine Option. Also nahm ich es dankend in Kauf. Das Tragetuch hat mir persönlich mein Leben gerettet, da ich dadurch trotzdem meinen Alltag bestreiten konnte. Mir fällt es sehr schwer tagelang zu Hause zu bleiben, ich muss immer raus. Dadurch wurde mir das möglich. Es gibt natürlich neben Tagetüchern auch schon fertige Tragesysteme, die das einbinden des Kindes etwas vereinfachen. Ich muss jedoch sagen, dass mir die Bindetechnik nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell in Fleisch und Blut übergegangen ist und meine Maus später innerhalb von 2 Minuten sicher und komfortabel wie ein Koalababy an mir hing.

 

5

 Stillkissen

Das kennen sicher viele und ihr habt es bestimmt auch schon empfohlen bekommen. Zu Recht! Das Stillkissen ist vielseitig einsetzbar. Schon während der Schwangerschaft hilft es entspanntere Schlafpositionen zu finden, wenn die Kugel immer weiter wächst. Weiterhin findet man hierdurch vor allem aber gute Möglichkeiten sein Baby komfortabel im Sitzen und anderen Positionen zu stillen oder ihm das Fläschchen zu geben. Es ist auch bestens als Abgrenzung geeignet, um das Baby vor dem Herausfallen aus dem Bett zu schützen, oder um es beim gemeinsamen Schlafen zwischen euch zu legen. So schwindet oft die Angst sich während des Schlafs auf das Baby zu rollen. Entdeckt die Möglichkeiten!

 

4

 Windeln / Stoffwindeln

Natürlich, Windeln. Ob du nun vor hast dein Baby in wunderschöne Stoffwindeln zu packen, oder doch lieber Wegwerfwindeln nutzt, brauchen tust du sie einfach. Das ist jedenfalls meine Meinung. Ich habe meine zweite Tochter in den ersten Tagen zwar nachts öfter mal abgehalten, also mit angewinkelten Beinchen über eine Schüssel oder die Wanne, aber gänzlich windelfrei ist wirklich sehr schwer und auch kein Konzept was dogmatisch zu uns gepasst hätte. Windeln sind einfach kaum wegzudenken. Man kann auch nie zu viele haben. Über Windeltorten habe ich mich immer riesig gefreut. Man ist erstaunt, wie sehr es letztendlich ins Geld geht. Deswegen ruhig auch mal einen Blick auf Stoffwindelsysteme riskieren. Beides zusammen super kombinierbar!

3

Babyöl

Ein gutes Babyöl kann Wunder vollbringen. Sie pflegen nicht nur die Haut, sondern entspannen Babys ungemein. Es gibt viele Babymassagegriffe, die gerade Neugeborene in ihrer anfänglichen Unruhe deutlich entspannen lassen. Es gibt auch viele Bäuchlein Ölvarianten, mit denen ihr Babys Bauch massieren könnt, wenn es mal wieder zu ziepen und zu zwicken scheint. Sehr förderlich bei Blähungen. Generell könnt ihr damit nie etwas falsch machen. Außerdem habt ihr dabei eine sehr starke Verbindung zum Kind und seit ganz aufeinander konzentriert. Gute Babyöle gibt es in jeder Drogerie und in der Apotheke.

2

 Fieberthermometer

Das Fieberthermometer hat uns im ersten Jahr oft begleitet. Wenn mir die Maus in den ersten Wochen zu warm erschien, war es einfach wichtig ihre Körpertemperatur akkurat zu messen. Denn ein Säugling, der über 38,5 Grad fiebert, muss dringend ärztlich versorgt werden. Meine Kleinste hat mit 6 Wochen innerhalb von 2 Stunden stetig steigende Temperatur gehabt und als sie die 38,5 knackte, waren wir auf dem Weg in die Klinik, da natürlich Wochenende. Es stellte sich heraus, dass sie eine akute Lungenentzündung entwickelt hatte. Ohne das Thermometer hätte ich gar nicht unbedingt gemerkt, dass es doch schon ’so‘ hoch ist. Es gibt viel Firlefanz, den ihr absolut nicht braucht. Ein Fieberthermometer sollte jedoch immer griffbereit sein.

 

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Krabbeldecke

Der wunderschöne Allrounder. Die Krabbeldecke. Vielseitig in Größe, Formen, Farben und Mustern. Sie ist dicker gesteppt als eine einfache Decke. Bietet sich dadurch bestens an, das Baby darauf abzulegen. Dort kann es sicher und komfortabel liegen, sich bewegen und erstes Spielzeug erkunden. Sie lassen sich mit Namen personalisieren und sind oft einfach wunderschön. Ob für zu Hause oder unterwegs. Die Krabbeldecke ist irgendwie schon ein must-have. Selbst gemacht ist sie eine wunderschöne Geschenkidee.

 

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Vielleicht steckt ihr gerade selber in der was brauche ich noch für unser Baby Phase, oder du möchtest einer werdenden Mama ein sinnvolles Geschenk machen. In beiden Fällen hoffe ich, dass ich etwas helfen konnte. Fakt ist, dass Babys in den ersten Monaten nicht viele Dinge brauchen und sich häufig neben Mama und Papa für nicht viel anderes interessieren. Ihr seid eben die Nummer Eins. Mit den aufgelisteten Baby must haves schifft man jedoch sicher durchs erste Lebensjahr.

Wenn ihr die Liste noch um ein paar wichtige Dinge ergänzen möchtet, dann würde ich mich freuen. Was braucht man für das Baby eventuell noch unbedingt? Was sind/waren eure must haves und Erfahrungen?

 

 

Alles Liebe

Christina

TOP 10 – Was braucht man für das Baby wirklich im ersten Lebensjahr?

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2 Gedanken zu „TOP 10 – Was braucht man für das Baby wirklich im ersten Lebensjahr?

  1. Christina!!

    Mit meinem Babygirl an mich gewickelt hab ich deinen Blog durch Zufall gefunden und genieße deine Stories sehr 🙂

    Ich hätte auch nicht gedacht das ich ne Nonstop Tragemutti werde aber Leah brüllte den Kinderwagen von Geburt an an. Das Tragen erleichtert den Alltag das stimmt und kann auch sehr lustig sein wenn zB Spaghetti auf Babies Kopf landet oder man das Tuchende versehentlich in die Toilette tunkt 😉

    liebe grüße

    1. Hallo Dominika! Es freut mich, dass du dich in manchen Geschichten wiederfindest und darüber schmunzeln kannst 😉 Ich musste gerade herzlich lachen bei dem Gedanken wie man überhaupt so aussieht, wenn man mit Baby im Tuch auf Toilette hockt und sich währenddessen so manches mal fragt hat, was zur Hölle man da eigentlich macht… Herrlich 😀

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