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Rabenmuttertage

Rabenmutter – Tage. Das sind Tage an denen ich so gar keine Vorzeigemutti bin. Tage an denen meine Kinder Dinge tun, die nicht pädagogisch wertvoll sind. Tage an denen mir das total schnurz ist.

Was passiert denn nun an so einem besagten Rabenmutter – Tag?

Das sind jedenfalls keine geplanten Tage. Oftmals merke ich in den ersten 5 Minuten des ach so schönen MorgenGRAUENS, ob es mal wieder so weit ist. Es möchte einfach nichts klappen. Die Nacht war häufig schon ein Alptraum, die Kinder im Wechsel immer wieder wach. Man selbst weiß, dass selbst der stärkste Kaffee die müden Gucker nicht weiter geöffnet bekommt, geschweige denn wacher macht. Bezeichnend für einen solchen Tag ist außerdem, dass er pickepacke voll ist mit zu erledigenden Dingen, die Wäsche sich türmt, man sich durch das Schlachtfeld den Weg zur Küche bahnen muss, im Kühlschrank grundsätzlich alles fehlt und man sich selbst nicht im Spiegel ansehen mag, ohne noch schlechtere Laune zu bekommen. Das die Kinder super maulig sind hatte ich schon erwähnt?

Best of Rabenmutter Style 

 

Rabenmutter-mütterliche-eskapaden-mediennutzung-kleinkinder-junkfood

  1. Fernseher einschalten/Youtube Kinderlieder laufen lassen, großes Kind kann auf einmal lächeln
  2. Klamotten währenddessen anziehen lassen (dann gibt es keine 1-stündige Diskussion über die Wahl des Outfits)
  3. Obwohl wir alle spät dran sind, muss ich erst mal Kaffee trinken, social media checken…. ähem.
  4. Duschen mache ich später, fällt schon keinem auf. Außerdem, who cares?
  5. Zum Frühstück gibts Paula die Kuh – Vanille/Schokopudding mit Smarties (Shit.. dafür werde ich mir morgen beim Frühstück in den Arsch beißen)
  6. Bestechung.. Wir müssen los. Die Große will nicht. Sie will keine Schuhe anziehen, sie will nicht raus, sie will nicht das ich ihr helfe, sie will gar nichts. Dieser Tag ist sooo schön. Magst du im Auto noch die zweite Hälfte von deinem Überraschungsei essen, das du gestern bekommen hast Süße?
  7. Einkaufen mit zwei nörgeligen Kindern.. Jedem eine Brezel in die Hand gedrückt und los gehts
  8. Zu Hause zwei Minuten für sich ganz allein haben wollen. Ich sage beiden immer, dass ich kurz auf Toilette gehe. Irgendwie interessiert sie das so gar nicht und es kommt meistens nie einer hinterher geschlichen. Auf Toilette schließe ich die Tür hinter mir, setze mich auf den Klodeckel, trinke meinen mitgebrachten Kaffee, schaue mal das Handy durch und esse Schokolade, die mir keiner klaut. Ganz in Ruhe! Amen
  9. Meinen Aufräumzwang der Müdigkeit geschuldet gänzlich oder zumindest für heute pausieren lassen und die Kinder freudig alles verwüsten lassen. 15 Minuten Ruhe mehr. Check!
  10. Abends merken, was das für ein bescheidener Tag hinsichtlich Vorbildfunktion, Förderung, Erziehung, gesundem Essen und Mediennutzung war… *schäm

Ja, so sieht das aus. Manchmal. Wenn es wieder ganz hart kommt. Es gibt solche Tage nun mal. Ich schaffe es oft die schlechten Schwingungen zu umschiffen und am Morgen trotzdem das normale und routinierte Tagesprogramm zu starten. Ich trage mein Herz aber auch oft auf dem Ärmel und es macht einfach keinen Sinn meinen Kindern, dem Mann und mir selbst auf Teufel komm raus etwas vorzuspielen, obwohl ich kurz vor dem ausklinken bin. Dann erzählt mir meine Große die nächsten Tage eben von fliegenden Hunden aus Paw-Patrol, dem blauen Elefanten oder dem roten Traktor. Irgendwie wissen die beiden, dass diese Tage eine Ausnahme sind. Denn entgegen meiner Befürchtungen erwarten sie es am Folgetag nicht, Schwein gehabt.

Die gesunde Mischung macht es glaube ich immer. Dogmatisch etwas zu verbieten, oder den Kindern stets alles zu erlauben führt beides nicht zum Ziel. Solche Rabenmutter –  Tage sind für mich ein kleiner Puffer. Ich stehe dazu und peinlich sind sie mir ehrlich gesagt auch nicht. Ich stehe voll und ganz hinter meinen mütterlichen Eskapaden.

Rabenmuttertage

Ich hoffe ja immer, dass es manchen Mamas auch immer mal wieder so geht. Eine perfekte Mutter bin ich sowieso nicht, wie mittlerweile ja schon bekannt sein sollte. Wer es nach diesem Beitrag noch nicht erahnen kann, dem steht frei sich noch andere Beiträge von mir durchzulesen, die euch hoffentlich aufatmen lassen. Vielleicht stellen sie euch auch in ein sehr gutes Licht, denn ich denke, dass ich oftmals ganz schön viel durchgehen lasse. Anders herum wird mir auch oft nachgesagt, wie konsequent ich bin.. Hmm.. doch nicht alles verloren? Wir werden sehen.

Auf das der nächste Rabenmutter – Tag doch bitte lange auf sich warten lässt 😉

 

Eure Christina

 

Rabenmutter – Tage (Abgründe, die manche Mamas vielleicht kennen. psst!)

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