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Wir alle tun es oft ganz unbewusst. Unseren Kindern Werte vermitteln. Natürlich legen wir oft auch sehr bewusst darauf Wert unseren Kindern gewisse Dinge, Verhaltens -oder Denkweisen mitzugeben. Ich merke immer öfter, dass ich meinen Kindern Werte weitergebe, die ich selbst in meiner Kindheit immer wieder erfahren habe. Jedoch muss ich sagen, dass ich das tue, da ich im Laufe meines eigenen Lebens mit vielen dieser Werte sehr positive Erfahrungen verbinde. Durch gewisse Verhaltens -und Denkweisen bin ich in vielen Situationen einfacher, schneller und zufriedener durchs Leben gekommen. Nicht nur das, auch die Personen, auf die ich zufällig getroffen bin, tragen ein Stück meines Verhaltens weiter. Davon bin ich überzeugt. Wir unterschätzen oft, was wir unbewusst für eine große Wirkung auf andere Menschen haben.

Simple Werte, große Wirkung

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Was bei mir positive Auswirkungen hatte und wofür ich meinen Eltern und meinem familiären Umfeld heute sehr dankbar bin – Das sind simple Werte, die meiner Meinung nach eine gigantische Auswirkung auf das eigene Umfeld und das ganze Leben haben. Werte, die einfacher nicht sein könnten, jedoch immer mehr auszusterben drohen. Es sind diese Werte, die mir in Fleisch und Blut übergegangen sind. Nach denen ich mich immer häufiger in unserer Gesellschaft sehne und hoffe, dass meine Kinder sie weitertragen werden. Denn auch wenn es manchmal nur kleine Gesten sind, so lösen sie beim Gegenüber etwas aus und tragen eventuell dazu bei von dieser Person fortan auch weitergetragen zu werden.

Sicherlich habt ihr schon eine Ahnung wovon ich rede. Dieses Thema ist eine Herzensangelegenheit von mir. Denn es graut mir manchmal davor in die Zukunft zu blicken und Angst davor haben zu müssen, dass unsere Gesellschaft so sehr verwahrlost. Aus diesem Grund ist es meine Pflicht, meine Kinder auf diese Werte aufmerksam zu machen, was sie bedeuten und was sie eventuell auslösen. Wenn wir glauben, es sei eh sinnlos, da es den anderen egal ist, dann sind wir verloren. Wenige können zu einem großen Unterschied beitragen. Ich glaube daran, dass es vielen so wichtig ist wie mir, unseren Kindern Werte zu vermitteln. Denn ich wünsche meinen Kindern und denen, die ihnen begegnen die selben positiven Erfahrungen, die mir wiederfahren sind.

Welche Werte sind das?

Dankbarkeit. Dankbar für die kleinen und großen Dinge im Leben zu sein. Wir alle kennen es. Das Kind bekommt einen Keks geschenkt und wir fordern es automatisch dazu auf sich zu bedanken. Ja, meistens kommt ein eher entnervtes ‚Daaaaanke!‘. Aber es ist so ungemein wichtig sich zu bedanken. Denn nichts sollte für selbstverständlich angesehen werden. Leider verlernen auch immer mehr Erwachsene sich zu bedanken. Umso wichtiger es unserem Nachwuchs nahezubringen. Es fällt immer schwerer dankbar in einer Konsumgesellschaft wie unserer zu sein. Alles scheint immer vorhanden, es mangelt häufig an nichts. Und wenn doch, dann kaufen wir es einfach. Das ist überspitzt und sicherlich ist es uns nicht immer möglich, einfach alles zu kaufen, was wir gerade so gerne hätten. Aber gerade Kinder können es noch nicht verstehen, dass all das eben nicht selbstverständlich ist. Wir müssen ihnen erklären, dass wir und andere für all die Dinge arbeiten gehen müssen.

Hallo und Auf Wiedersehen! Das Gegenüber wahrnehmen. Für mich ist es selbstverständlich jemanden zu begrüßen, von dem ich auch etwas möchte. Erschreckenderweise stehe ich damit oftmals alleine da. Im Café beispielsweise grüßt die Bedienung freundlich und fragt was es sein dürfe. Immer öfter bekomme ich mit, wie der Gast daraufhin einfach nur ‚Kaffee‘ sagt. Im ernst. Nicht mal ‚eine Tasse Kaffee‘, sondern nur Kaffee. Es macht mich rasend. Wo kommen wir denn da hin? Es gehört verdammt noch mal dazu, sein Gegenüber zu grüßen und respektvoll im ganzen Satz mit ihm zu sprechen. Selbst das bekommen schon einige Kinder besser hin, als manch Erwachsener. Würden wir selbst gerne so behandelt werden? Nein! Wenn ich mit meinen Kindern sonntags den Bäcker betrete, dann sagen wir alle laut hallo und bedanken uns für die erhaltene Ware. Die Frau hinterm Tresen ist immer sichtlich erfreut (wie schade, dass sie Freundlichkeit oft überrascht) und manchmal gibts noch ein kleines Leckerchen für die Kinder auf die Hand. Denn was soll ich sagen, Freundlichkeit wird sich immer auszahlen. Und wenn es ’nur‘ ein erwiderndes, authentisches Lächeln ist. Großartig!

Respekt vor dem Alter.
Ja, was habe ich das eingetrichtert bekommen. Respekt vor älteren Menschen. Nicht nur, weil sie eventuell gebrechlicher und auf unsere Hilfe angewiesen sind. Nein, sondern auch weil sie uns meistens um einiges voraus sind. Was haben sie schon alles in ihren Lebensjahren bewältigt, von dem wir keine Ahnung haben. Dinge, von denen wir noch so viel lernen können. Oft belächeln wir die lieben Senioren unserer Gesellschaft. Sind sogar entnervt, weil sie so lange vor uns an der Kasse brauchen, oder die Treppe in Schrittgeschwindigkeit bewältigen, obwohl wir es so eilig haben. Habt ein bisschen Respekt, nehmt euch die 2 Minuten Zeit für die ältere Dame, die an der Bushaltestelle ein Pläuschchen beginnt, obwohl man gerade Musik hören möchte. Meistens gehen wir schlauer aus solchen Gesprächen heraus und haben dazugelernt, etwas erfahren von dem wir vorher nichts wussten. Lässt man sich wirklich auf ein Gespräch ein, staunt man manchmal nicht schlecht. Die Zeugen unserer Zeit. Meine Kinder sollen sie als keine Belastung wahrnehmen. Es sind unsere Vorfahren, die uns unser heutiges Leben mitunter geebnet haben.

Toleranz. Niemand ist gleich. Wir sind alle anders. Die Vielfalt sollte für uns alle ein Geschenk sein. Meine Eltern haben dies nie bewusst gesagt. Sie haben es mir unbewusst vorgelebt. Sie behandelten jeden Menschen, dem sie begegneten mit dem selben Respekt und der selben Höflichkeit. Ohne es auszusprechen, haben sie mir beigebracht jeden Menschen tolerant gegenüber zu treten. Gerade weil sie es nie bewusst thematisiert haben, habe ich es auch nie anders getan und genau so sollen meine Kinder es auch erfahren.

Bescheidenheit. Einfacher gesagt, als getan. Bescheiden sein. Ich kann mich da ja gar nicht rausnehmen. Ich erwische mich oft selber bei Gedankengängen, wo ich mir ausmale, was ich alles gerne hätte und wie unfair manchmal alles verteilt ist. Das ist auch nicht unbedingt immer etwas Schlimmes. Schlimm ist es aber, wenn wir uns nie selbst bewusst machen können, was wir denn alles schon haben und wie sehr wir uns dafür glücklich schätzen können. Den Kindern beizubringen, dass es nicht selbstverständlich ist jeden Tag genügend Essen und Trinken zu haben und in Frieden aufwachsen zu können, das ist nicht immer leicht. Aber ich mache es mir beispielsweise beim Zusammensitzen am Tisch zur Aufgabe, Dankbarkeit zu signalisieren. Dankbarkeit dafür, dass wir hier alle so beisammen sitzen können und es uns an fast nichts mangelt.

Hilfsbereitschaft. Ist doch selbstverständlich, oder? Leider nicht. Ihr werdet es im Alltag selbst oft genug sehen, oder vielleicht sogar der/die Leidtragende sein. Die Menschen haben oft gar keine Zeit mehr hilfsbereit zu sein. Das ist es jedenfalls, was sie denken. Es ist eine furchtbare Entwicklung. Unaufgefordert anderen Menschen zu helfen, das ist etwas was mir sehr wichtig ist. Auch in Situationen, in denen man dafür vielleicht gar keinen Dank erhält. Man muss nicht für alles entlohnt werden. Ich bin ein Verfechter der Denkweise, dass man jedoch immer in irgendeiner Weise dafür belohnt wird. Früher oder später wird es sich zeigen. Das Karmakonto aufzuladen kann nie schaden 😉

 

Das sind doch alles Banalitäten und Dinge, die selbstverständlich sein sollten. Das ist es was so viele denken. Jedoch sind die von mir aufgeführten Werte nur der Tropfen auf dem heißen Stein. Es gibt so viel mehr, worauf wir wieder vermehrt achten sollten. Verhaltensweisen, die sich unsere Kinder genau abschauen. Unsere Kinder sind ein Abbild unserer Selbst. Sie werden Dinge später weitertragen, für die wir heute die Grundsteine bei ihnen legen. Natürlich gehe ich nicht in jeder Situation als Paradebeispiel voran, aber ich gebe mir allergrößte Mühe.

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Wie macht ihr das? Gibt es Dinge, die bei euch auch einfach unverzichtbar sind und eure Kinder mit auf den Weg bekommen? Wie sollte man eurer Meinung nach am besten Kindern Werte vermitteln? Ich möchte meine Kinder und auch mich in einer Zukunft sehen, in der wir uns respektvoll behandeln. Eine Zukunft, die Hoffnung und Lust auf mehr macht.

 

Alles Liebe

Christina

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Kindern Werte vermitteln – Was ich meinen Kindern unbewusst aus meiner eigenen Erziehung weitergebe

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