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Mutterliebe

MUTTERLIEBE- It’s a love-hate-tragedy 

Die Kinder zu lieben ist eben nicht einfach nur love, peace and harmony

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Also schon, wahre Liebe bedeutet für mich den Geliebten aber auch mal strangulieren zu wollen und ihn dabei trotzdem über alle Maße zu lieben. Im übertragenem Sinne, ihr versteht. So geht es mir aber auch mit den Kindern. Ich liebe sie mit Haut und Haaren. Es kann schon mal vorkommen, dass ich fast ein Tränchen vergieße, während ich so versunken bin in meinen Gedanken zu meinen Kindern. Ich starre sie förmlich an und frage mich, wie es nur sein kann, dass ich sie am liebsten auffressen möchte. Wie kann es sein, dass ich das denke, nur um sie in 2 Minuten zum Mond wünschen zu wollen?

Wir Mütter sind schon ein komisches Völkchen. Da sehnen wir uns öfter mal ein paar Minuten kinderfreie Zeit, manchmal halluzinieren wir sogar und stellen uns einen entspannten Abend in einem Restaurant vor. Jahaaa, verrückt oder? Ohne Kinder, zivilisiert (oder auch nicht), jedenfalls ohne den Blick ständig wie ein Geier über seine Kinder kreisen lassen zu müssen, in Ruhe zu essen, bevor das Essen kalt ist. Das Essen nicht selber zu kochen! Eine Unterhaltung führen, die nicht jedes mal nach den ersten 2 Wörtern unterbrochen wird. Hach ja, so nice die Vorstellung. Und dann Freunde der Nacht, DANN kommt irgendwann dieser besagte Abend. Der Babysitter, die Verwandten, oder der Papa passt auf die Knutschkugeln auf und wir dürfen uns ins Getümmel schmeißen.

Alle Wünsche treffen ein. Wir haben eine tolle Zeit. Nach zwei Stunden denken wir dann aber wieder wehmütig an unsere verrückte Familie Flodder zu Hause und vermissen sie tatsächlich schon wieder. Häh? Sind wir denn nur blöd?

Nö, Mamis eben. So, oder so ähnlich habt ihr das eventuell auch schon mal erlebt. Für mich sind das jedes mal merkwürdige Erfahrungen. Davon gibt es so einige. Wieso merkwürdig? Weil es doch schon sehr kurios ist wie stark die Gefühle zu den Kindern variieren können. Nicht nur wie stark, sondern wie schnell sie sich verändern können. Wie man binnen Sekunden von Anhimmeln zum Wunsch des Abschießens kommt. Unglaublich. Gefühlschaos ist nichts gegen die Liebe zu den eigenen Kindern.

 

Meine Top 5

Liebe/Hass – Sehnsucht/Verzweiflung – Schockverliebt/Gegen die Wand klatschen

 und zurück Momente 

 

Einschlafbegleitung, innerlich durchdrehen und dann vor Liebe platzen. Kind oder Kinder wollen auf Teufel komm raus nicht in den Schlaf finden. Wenn man wie ich zu den Einschlafbegleitern gehört, dann kann das manchmal ganz schön langatmig sein. Denn man begleitet sie mittags und abends und manchmal auch zum Powernap zwischendurch in den Schlaf. An stressigen Tagen, oder an Abenden, wo ich noch unendlich viel auf der Liste stehen zu habe, da schlafen die Kinder immer am Schlechtesten ein. Sie spüren wahrscheinlich, dass Mama es eilig hat und etwas genervt ist, nach 45 Minuten oder länger immer noch zu singen, schunkeln oder zu zischen. Wenn die Äuglein dann zufallen und beide selig in ihren Bettchen liegen, dann passiert etwas Merkwürdiges. Ich decke beide noch mal richtig zu, schaue das beide bequem liegen und horche wie sie ruhig atmen. Normal, ja. Aber ich war eben noch so genervt, dass ich mir noch die Augen hätte auskratzen können und binnen Sekunden schmelze ich beim Anblick meiner schlafenden Kinder dahin und alles ist vergeben und vergessen.

Das Spielzeug aus dem Weg räumen, zum x-ten Mal am Tag – Ach komm, ich hab euch so lieb! Ich kann es nicht fassen, wie oft am Tag ich Spielzeug beiseite räume, weil es im Weg liegt oder es mich einfach stört, dass es alle 10 Minuten bei uns so aussieht, als ob ein Tornado höchster Stufe bei uns durchgejagt ist. Davon mal abgesehen, dass ich selber schuld bin es ständig wegzuräumen, da es einfach sinnfrei ist und es ein mal am Abend auch tun würde. Ich kann es einfach nicht liegen lassen. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich vor Wut irgendein Spielzeug gegen die Wand schieße, weil es mich so ankotzt, dass alles überall einfach liegen gelassen und abgestellt wird. Dann kommt meine Große um die Ecke und fragt mich, ob ich mal eine Umarmung brauche. Sie sagt wir sind doch Freunde, oder? Ach man ey, scheiß aufs Spielzeug, komm her Terrorpüppi *schmatz*

Nach 3 Jahren Familienbett die Kinder ausquartieren und schlechter schlafen als zuvor. Jupp, es ist so weit. Seit 2 Wochen schlafen unsere Mädels in ihrem Kinderzimmer. Beide zusammen. Da sich die Lütte selbst abgestillt hat und ich auf Reise merkte, wie sie in einer ungewohnten Umgebung trotzdem gut in einem Reisebett schlafen konnte, riskierte ich bei der Rückkehr einen Versuch hinsichtlich Ausquartierung. Ich dachte sie würden mehr protestieren, sich dagegen wehren. Fakt ist, dass sie gut in ihrem eigenen Zimmer einschlafen und dann irgendwann die zweite Hälfte der Nacht wieder zu uns wechseln. Das bedeutet aber trotzdem, dass man die erste Hälfte auf einmal nur für sich hat. Ein ganz neues Lebensgefühl. So neu, dass ich mich ab spätestens 01.00 Uhr Nachts frage, ob es beiden gut geht und nachschaue, ob sie noch atmen. Oh maaaaaaan.

Endlich ausgehen!!! Ich vermisse sie. Wie schon vorab erwähnt sind wir ein bizarres Völkchen. Da haben wir ab und zu endlich wieder unsere Freiheiten und trotzdem kann man sie nicht in vollen Zügen genießen. Klar, das ist nicht jedes Mal so. Aber es ist schon witzig wie heftig man sich manchmal mit einem Caipi oder einfach einem Buch an den Strand wünscht und wenn man die gewisse Freiheit hat, so fehlen einem die Kinder. Ohne sie ist es dann eben auch nicht so super, wie man sich das so vorgestellt hat. Da freut man sich auf dem nach Hause Weg manchmal so sehr auf die Kinder, obwohl man gerade mal zwei Stunden weg war. Buhuuu..

Zusammen die lustigste Zeit des Lebens haben und 5 Minuten später den Exorzisten anrufen wollen. Was habe ich manchmal für super lustige Momente mit meinen Mädels. Oftmals singen wir im Auto aus voller Kehle zu einem Song aus dem Radio. Die Große erfindet Wörter, wenn sie nicht weiter weiß. Die Kleine wippt zum Beat in ihrer Babyschale und am Ende gackern wir wie die Geistesgestörten kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Mädels halt, wa? Es ist unfassbar wie schön solche gemeinsamen Momente sind. Ich habe Tränen in den Augen vor Lachen. Wir parken ein und wollen einkaufen. Im Supermarkt Eingang stellt die Große fest, dass alle Kindereinkaufswagen vergriffen sind und klinkt komplett aus. Von super fröhlich, zu völlig entrüstet. Erschüttert in ihrem Weltbild schmeißt sie sich hin und schluchzt, als ob nun die Weltuntergang unmittelbar bevorsteht. Nichts erreicht sie mehr. Der verschissene Kindereinkaufswagen reißt das Ruder ein Mal komplett herum und ich scrolle schnell durch mein Handy. Kommen Exorzisten wohl auch nach Brandenburg?

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So sind wir Mütter nun mal. Bedingungslose Mutterliebe birgt viele Gefühle. Starke Gefühle. Dazu zählen auch die hässlichen, bizarren Gefühle. Aber eben auch die Wunderschönen. Seine Kinder zu lieben bedeutet für mich eine Berg -und Talfahrt, die ein Leben lang anhalten wird. Es wird niemals langweilig und ab und zu auch ganz schön schräg.

Kennt ihr auch solche Momente? Momente in denen ihr euch fragt, ob das jetzt gerade noch ganz normal war/ist? Momente, in denen ihr anschließend total über euch selbst oder die Situation schmunzeln konntet? Ich bin gespannt.

 

Eure Christina

Ich liebe, liebe, liiiiiebe meine Kinder! Auf den Mond schießen will ich sie aber trotzdem dann und wann – Über kuriose Mutterliebe

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