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Es ist wieder so weit. Zeiten in denen ich nichts schaffe. Zeiten in denen ich sowohl tagsüber, als auch nachts fast nur mit Schlafbegleitung verbringe. Ich bin gerade gefühlt mehr im Bett bei beiden Kindern, als das ich auf den Beinen bin und effektiv etwas schaffe. Hört sich doch entspannt an? Ist es nicht! Manchmal bestimmen die Bedürfnisse der Kinder den Alltag und manchmal macht einen das total kirre in der Birne. Wenn du mal wieder zu nichts kommst, die Arbeit sich türmt, du eventuell eine Verabredung oder einen Termin hattest, oder der Tag ganz anders geplant war und die Kinder es dir unmöglich machen wenigstens ein Häkchen hinter deine Checkliste zu machen. Dann ist es wieder so weit. Herr, lass Nerven aus Stahl regnen! – Fremdbestimmung ahoi!

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Fremdbestimmt durchs Kind – Übertreibe ich, oder doch Realität?

 

Ich denke ich bin nicht die Einzige, die das kennt. Fremdbestimmt durchs Kind oder gleich mehrere Kinder. Wäre doch sonst langweilig. Ja, ich liebe es meine Kinder um mich herum zu haben und für sie zu sorgen. Es gibt jedoch Zeiten, da ist es Wahnsinn wie sehr sie einen in Beschlag nehmen und einen normalen Tagesablauf fast unmöglich machen. Zur Zeit stellen sich beide meiner Kinder auf den Kopf, wenn es ums Schlafen geht. Die Kleine brüllt dann wieder sobald ich nur den Raum verlasse. Lege ich mich dazu, fummelt sie gefühlte Stunden mit ihren Patschehändchen in meinem Ausschnitt, um einen vermeintlichen Weg zu finden, wie sie wieder in Mama hineinkriechen kann. Das Spiel geht mehrere Male hintereinander, bis ich einfach mit liegen bleibe, damit Ruhe im Karton ist. Sowohl mittags als auch abends. Juhuuuu.

Meinen Mann sehe ich normalerweise Abends, wenn er aus der Firma kommt. Zur Zeit begrüßen wir uns nur noch kurz und dann verschwinde ich schon wieder mit beiden Kindern im Bett. Wage ich einen Versuch nach draußen, weil es so wirkt, als ob die Lütte tief schläft, werde ich sofort bestraft. Meistens habe ich es gerade geschafft mir wenigstens schnell eine Stulle Brot zu schmieren. Dann möchte ich gerade abbeißen, da höre ich schon wieder panisches Geschrei. Die Motte steckt wieder in was auch immer für einer Phase. Phase, Unwort des Jahres. Okay, also wieder schaukeln, singen, streicheln und ach, was solls… bleibe ich halt gleich liegen.

Es ist Realität. Ich komme häufig nicht mal mehr zum Essen, die Wäsche bleibt in diesen Tagen ewig liegen, der Haushalt – pffff – darüber brauche ich gar nicht reden. Einkaufen? Okay, muss ich liefern lassen. Denn auch tagsüber möchte die 13 Monate alte Motte gerne wieder nur auf Mamas Arm sein, alles macht ihr Angst. Alles ist doof und es wird nur genörgelt. Die Große sieht das zum Anlass so richtig trotzig aufzudrehen und legt einen Wutanfall nach dem anderen hin. Dann mache ich nur noch Musik an und spiele die good mom, die so gerne mit den Kindern tanzt. Hihihi, wenn die wüssten. 5 Minuten beide ruhig. Also drehen wir uns noch ein bisschen im Kreis, bis ich mich wage vielleicht doch ein paar Mails zu checken oder einen Termin vorzubereiten. Da höre ich schon wieder Geschrei aus dem Kinderzimmer.

In solchen Zeiten sind sich die Schwestern natürlich auch in nichts mehr einig. Beide finden sich blöd, niemand möchte teilen. Zusammen spielen schon gar nicht. Okay, Laptop weg. Mama kommt schon und spielt mit euch. Kein Ding, alles andere mache ich dann, wenn ihr heute Abend schlaft. Ach, da war ja was. Da liege ich ja auch wieder mit im Bett und komme nicht mehr raus.

Kühlen Kopf bewahren und mal fünfe gerade sein lassen – es ist so verdammt schwer

Für mich ist es total schwer. Mich machen solche Phasen echt fertig. Ich stehe dazu, ich drehe fast durch. Der Konflikt etwas schaffen zu wollen und gleichzeitig den Kindern gerecht zu werden, wenn sie es so dringend brauchen. Ich weiß nicht, wie es andere machen. Wenn sowohl der Tag, als auch die Nächte der Horror sind und man das Gefühl hat, man ist wieder Teil eines Opferrituals. Ja, es ist ja oft nicht lange so. Aber zwischendrin möchte ich trotzdem mal ausbrechen. SOS funken und beide Kinder einfach irgendwem in die Hand drücken. Mach mal, ich möchte wenigstens einen Kaffee trinken, der noch heiß ist. 5 Minuten ununterbrochen da sitzen, ohne das Quaken eines der beiden Kinder im Ohr zu haben. Hört sich glaube ich total schlimm an, wenn ich das hier so schreibe. Ich bin aber auch nur ein Mensch.

Good vibes only gibbet eben nicht. Sorry Schätzeleins.

Und so eine Tasse Kaffee in Ruhe zu trinken gibt mir oft schon Energie für einen halben Tag, kein Scherz. Wenn es jedoch aber schon schwierig wird kurz mal auf Toilette zu gehen, oder man jede Nacht Händchen haltend im Bett liegt, obwohl zig Sachen auf einen warten – dann muss man schon echt Zen sein. Das bin ich dann irgendwann nicht mehr. Ich implodiere dann und ärgere mich, bis heiße Luft aus den Ohren kommt.

Gut gemeinte Ratschläge alles halt mal auf die lange Bank zu schieben und ein paar Dinge hinten anzustellen, kommen da immer schnell. Problem ist nur die paar Dinge häufen sich zu einem Mount Everest und am Ende musst du ja trotzdem zusehen, wie sich der Berg wieder abarbeitet. Bitte sagt mir also nicht das der Haushalt jetzt unwichtig ist. Das bisschen Haushalt macht sich NICHT von allein.

Wenn man sich dann eines Tages fragt, wie man das in letzter Zeit eigentlich geschafft  hat – dann ist die Phase überstanden 😀

So heftig diese Tage und japp, manchmal auch Wochen sind, so abrupt sind sie dann auch wieder vorbei. Auf einmal flutscht es wieder aus unerfindlichen Gründen. Die Kleene schläft innerhalb von Minuten ein und man geht nach einer Stunde Ruhe schauen, ob sie noch atmet. Alles klar, ich mache dann mal entspannt Wäsche – whoop whooooop. Kleinigkeiten über die man sich dann freut.

Geht es nur mir so, oder habt ihr auch manchmal solche Zeiten? Fremdbestimmt durchs Kind hat sicherlich jeder schon mal in irgendeiner Form erlebt. Wie behaltet ihr da die Ruhe? Was sind eure Tricks? Lasst mich nicht hängen. Das Gefühl mit sowas nicht alleine dazustehen, gibt mir auch immer wieder Kraft.

Also falls du dich auch gerade bei dem Rabenmutti-Gedanken erwischst, ob sich dein Leben jetzt jeden Tag 24 Stunden ausschließlich um die Kinder dreht, dann tief durchatmen. Geht wieder vorbei und ich bin mir sicher, dass es vielen so geht und auch du die Zeit mit den Kids schnell wieder genießen kannst und trotzdem viel schaffst.

 

 

Alles Liebe

Christina

 

 

 

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Fremdbestimmt durchs Kind – Ich krieg dann mal ne Krise

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6 Gedanken zu „Fremdbestimmt durchs Kind – Ich krieg dann mal ne Krise

  1. Geht mir zur Zeit ziemlich ähnlich. Ich hab das Gefühl, du sprichst mir da aus der Seele, auch wenn es bei ubs nur ein Kind und die auch erst 6 1/2 Monate alt ist. Schnell kommen da Gedanken bei mir auf, was ich künftig ändern muss… abstillen? Anderes Abendritual? Wegrennen und nie wieder kommen?
    Aber dann werde ich davon überrascht, dass wieder alles anders ist und ich versuche einfach tief durchzuatmen… klappt nicht immer, aber Papa ist ja dann zumindest am Wochenende auch noch da. Auf den völligen Zusammenbruch warte ich noch, aber er kommt ganz bestimmt!

    1. Aww… liebe Linda. Allein, dass es vielen von uns so geht, macht es schon etwas einfacher. Bei meiner ersten Tochter dachte ich, ich wäre alleine mit den Gedanken manchmal durchzudrehen oder einfach nur wegrennen zu wollen. Wir machen das schon und werden dafür auch immer wieder entlohnt 🙂
      Alles Liebe, Christina

  2. Ich bin gerade auf die Seite gestossen weil ich wahrscheinlich kurz vorm durchdrehen bin 🙂 Mutter eines 4 Jahrigen Jungen. Mein Mann ist seit 1 Woche auf Geschäftsreise und ich ganz allein mit dem kleinen. Gerade wollte ich ihn waschen es hat an der Tür geklingelt. Habe ihm im Bad allein gelassen (wir haben eine Dusche keine Badewanne) und kam in weniger als 2 Minuten zurück. Wie schafft man es das ganze Babyöl überall hin auszuschütten? Und dann kommt ein ‚tschuldigung ich mach es wieder sauber 🙂 Ich bin nur noch am tief Luft holen und bis zehn zaehlen. Dann beruhige ich mich aber der Arger staut sich auf. Als ich Ihn dann anziehen wollte und er rumzappelte konnte ich nicht mehr. Bin in mein Zimmer und habe im Internet nach gleichgesinnten gesucht 🙂 wenn man die findet fühlt man sich gleich besser denn man weiss man ist nicht allein und man hat nicht das schwierigste Kind auf der ganzen Welt 🙂 Leider habe ich keine Tricks denn es kommt manchmal aus dem Bauch heraus.

    1. Ach Lisa.. seufz.. Nein, da bist du ganz ganz gaaaaanz sicher nicht allein 🙂 Und genau, es hilft manchmal schon das Wissen, dass andere Mamas auch manchmal kurz vorm Abdrehen sind und die Schnute mal so gestrichen voll haben. Alles Gedanken, die man wie ich finde auch mal haben darf. Erst recht, wenn man alles alleine zu Hause rockt. Du schaffst das und ich bin mir sicher du machst das ganz toll. Halte durch!!! Es kommen wieder bessere Zeiten, wo alles etwas einfacher, oder besser gesagt geschmeidiger abläuft 😉

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