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Es ist wohl die größte Freakshow, die ich in meinen 29 Jahren miterleben darf. Die Momente, wenn das Leben meiner Töchter für eine Millisekunde aus den Fugen gerät und allen Anwesenden der Weltuntergang schneller bevorsteht, als Donald Trump Rakete sagen kann. Dann ist es wieder so weit. Wut und Trotz haben ihren täglichen Auftritt.

Kennt ihr das? Sagt mir ihr kennt es auch! Ich bitte euch!!! Wovon ich rede? Von zwei sehr willensstarken Mädchen, die unter anderem ihre Sternenbilder etwas zu ernst nehmen. Für die eine Welt zusammen bricht, wenn der Schnürsenkel nicht so will, wie sie. Denen Tränen in die Augen schießen, wenn die Banane beim Abbeißen ihre Form verliert. Ich rede von Zuckerwatte-süßen Mädchen, deren Gesichter von lieblich zu teufelsbesessen transformieren, dass dir das Blut in den Adern gefriert.

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Was geht da vor, wenn die Synapsen kurzzeitig lieber ‚night fever‚ spielen, anstatt artig mit den Nervenzellen zu kooperieren?

Wut und Trotz sind schon echt ein Ding. Zwischen 2 und 5 Jahren trifft es sie alle. Ja, alle Kinder. Sorry, das ich wieder mal der Partypuper hier bin. Die einen etwas stärker und ausgeprägter, die anderen etwas weniger explosiv. Tatsächlich finden da oben, in den kleinen hübschen Köpfchen kleine Kurzschlüsse statt. Mit gigantischer Wirkung. Kleinste Dinge können fortan zu extremen, innerlichen Zorn führen, den unsere Sprösslinge selbst nicht bewältigen können. Somit entlädt sich die Wut in einem für uns spürbaren Urknall.

What the hell?! Was tun?

Weder geduldiges Einreden, noch Schimpfen bringen in diesem Moment etwas. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich dann noch Öl ins lodernde Feuer kippe. Ich habe mit meiner Erstgeborenen ein ganz großes Los gezogen, was Wut und Trotzanfälle angeht. Also mehr so einen Millionenjackpot, wenn ihr versteht. Sollten wir uns wieder in einer dieser besagten Situationen befinden, dann ist es gar nicht mal so untypisch, wenn sich Madame selbst so in Rage bringt, dass sie sich direkt vor Ort übergibt. Jahaaa, vor Ort. Da wo wir gerade halt sind. Möglichst da wo viele Leute sind, um das Spektakel zu begutachten.

Was nun tun? Mit der Zeit weiß ich, dass ich diese Situationen mehrheitlich einfach mit ihr aushalten muss. Sie weiß, dass ich für sie da bin. Meist regelt sich dann alles binnen weniger Minuten und es regnet kurze Zeit später schluchzend Küsse und es gibt viel ‚Ich liebe dich – Gesäusel‘. 

Schon ein bisschen Schizo.. aber Wut und Trotz sorgen für unabdingliche Lernschritte

Psychologisch betrachtet macht das richtig Freude. Es fordert nicht nur uns, sondern eben unseren Kindern mitunter alles ab. Es ist jedoch unerlässlich, um Sozialkompetenzen zu gewinnen. So führen diese regelmäßigen ‚Ausfälle‘ unweigerlich dazu, dass unsere Kinder im Umgang mit Stress und Frustration immer besser werden. Um gerade in den ersten Lebensjahren weiter zu kommen, bedarf es unglaublicher Beharrlichkeit und Durchsetzungsvermögen. Die Kinder lernen, dass sie eine eigenständige Persönlichkeit mit einem eigenen Willen sind. Halleluja, Autonomie beginnt echt früh.

Ich musste mit meiner Großen auf die harte Tour lernen, dass sie es nicht aus bösem Willen tut. Es ist ein unfassbarer Entwicklungsschritt. Nein, wen veräppel ich da. Es sind unendlich viele.

Nun haben wir uns da schon relativ gut eingegrooved. Trotzdem bringt es mich immer mal wieder an den Rand des Wahnsinns und es verlangt mir alles ab die Ruhe zu bewahren. Denn der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Die kleine Naturgewalt kommt da wohl eher nach mir und bringt gleich noch das Widdersternenbild vom Papa mit. Holy moly sage ich euch. Was ’ne Kombi.

Wut-Trotzanfälle-Trotzphase

♥♥♥ Licht am Ende des Tunnels? Wenigstens ein bisschen Trost? ♥♥♥

Ja! Auf jeden Fall..

♥ Jede Wut- und Trotzphase hat irgendwann ein Ende.

♥ Wir und ihr macht alles richtig, euer Kind ‚funktioniert‘ wunderbar und es hat nichts mit schlechter Erziehung zu tun. Ganz wichtiger Punkt in meinem Lernprozess als Mama.

♥ Kinder zeigen dieses durchaus extreme Verhalten ausschließlich bei ihren vertrautesten Personen. Eine etwas andere Art von  Liebesbeweis.

Okay, okay. Nur so, wenn ich mir diese Punkte immer wieder wie ein Mantra im Kopf abspiele und mit einer übergroßen Portion Liebe für meine zwei Mädels, kann ich das durchstehen. Wut und Trotz gehört für mich als Mutter und generell als Person zu den Dingen, an denen ich wohl am meisten gewachsen bin. Am meisten wachsen musste. Das ich jemals solch Situationen in der Öffentlichkeit einfach veratme und meinem Mädchen signalisiere ‚Ich bin da, komme was wolle‘. Das hätte ich nicht für möglich gehalten.

Wir wachsen mit unseren Kindern. Somit werde ich wohl zum mega Zen mutieren. Ich verteile bald ‚Ohhhhhhms‘ für alle! Denn meine kleine Motte scharrt mit ihren 1,5 Jahren schon ordentlich mit den Hufen. Ready to rumble könnte man meinen. Zwei Kleinkinder in der Wut- und Trotzphase, ich werde sowas von wachsen. Ohhm…

Wie geht ihr mit so richtig heftigen Wutanfällen eurer Kinder um? Was sind eure Strategien? Habt ihr auch so heftige Initialzünder wie ich, oder eher kooperative kleine Gesellen, die ihrer Wut nicht ganz so viel Bumms verleihen?

 

 

Eure Christina

 

 

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Erbrechen vor Zorn & Lieben bis das Herz zerspringt – Geschichten von Wut und Trotz

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